Einladung zum Review - Entwurfsfassung des Migrationsleitfadens 4.0

12. Dezember 2011

Seit dem Jahre 2003 hat das Bundesministerium des Innern den „Leitfaden für die Migration von Software“ (Migrationsleitfaden) herausgegeben, zuletzt im Jahr 2008 in der Version 3.0. Viele Fragestellungen, die seitdem in diesem Zusammenhang an die Autoren herangetragen wurden, behandeln Themen wie praktische Aspekte und Besonderheiten bei Softwaremigrationen, die Regelung der Haftung im Zusammenhang von quelloffener Software und z.B. Lizenzfragen bei der Verwendung von quelloffener Software – mit dem Hauptaugenmerk auf die öffentliche Verwaltung. Nunmehr hat die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern und der 4Soft GmbH den Migrationsleitfaden vollständig überarbeitet und neu strukturiert.
 
Das Hauptdokument des Migrationsleitfadens beinhaltet Entscheidungshilfen für die jeweiligen Migrationsgebiete in Form von Kriterienlisten, kurzen Produktbeschreibungen, tabellarischen Gegenüberstellungen und Empfehlungen. Ergänzt werden diese um Begriffsdefinitionen, allgemeine Kriterien für erfolgreiche Software-Migrationen sowie einem Ausblick auf Zukunftsthemen der IT.

Die bisherige Beschreibung einzelner Migrationspfade wurde wegen der stark heterogenen Ursprungs- und Zielsysteme von Behörden sowie der schnellen Alterung betrachteter Software-Versionen aufgegeben.
 
Die speziellen wirtschaftlichen Betrachtungen im Rahmen der Migration von Software und vielfältigen Rechtsfragen beim Einsatz von Open-Source-Software wurden in detaillierter Form als eigenständige Begleitdokumente ausgelagert:

  • Wirtschaftliche Aspekte von Software-Migrationen
  • Rechtliche Aspekte der Nutzung, Verbreitung und Weiterentwicklung von Open-Source-Software

 
Wir möchten alle Interessierten, Wissensträger und Fachleute einladen, die Entwurfsfassung des Migrationsleitfadens und seiner Begleitdokumente kritisch zu prüfen und ihre Anmerkungen unter Verwendung des Feedback-Formulars bis zum 31. Januar 2012 an die Adresse standards-methoden@bva.bund.de zu senden.

AnhangGröße
Draft_Migrationsleitfaden_4-0.pdf1.63 MB
Draft_MLF_Rechtliche-Aspekte_4-0.pdf1.71 MB
Draft_MLF_Wirtschaftliche-Aspekte_4-0.pdf680.85 KB
Feedback_MLF4.odt15.53 KB

Linus Torvalds ist Finne

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Im "Draft_Migrationsleitfaden" heisst es unter 2.6.4 (Entstehung von OSS) u.a.:
 
In Kombination mit dem Linux-Projekt, das der norwegische Student Linus Torvalds 1991 begann, entwickelte sich das heute weit verbreitete GNU/Linux-System.
 
Es ist nicht bekannt, ob Linus Torvalds mit seiner Nationalität möglicherweise nicht einverstanden  ist und sich vielleicht wünschen würde, Norweger zu sein; aber der Richtigkeit halber sollte man den Satz korrigieren, denn er ist - zumindest im Moment noch - finnischer Nationalität.